Entwurmung bei der Katze: Symptome für Würmer bei Katzen
Wurmbefall kommt bei Katzen häufig vor – besonders bei jungen Tieren und Freigängern. Unbehandelt können Parasiten zu Verdauungsproblemen, Gewichtsverlust und gesundheitlichen Schäden führen. Die gute Nachricht: Ein Wurmbefall lässt sich in der Regel gut diagnostizieren und effektiv behandeln. Tierärztin Dr. med. Anne Hemmerling erklärt worauf es ankommt.
Welche Würmer kommen bei Katzen vor?
Zu den häufigsten Wurmarten bei Katzen gehören:
Spulwürmer (Toxocara cati)
Hakenwürmer
Bandwürmer
Lungenwürmer
Seltener treten auf:
Magenwürmer
Harnblasenhaarwürmer
👉 Wichtig:
Die meisten Würmer leben im Darm, einige können aber auch Organe wie Lunge oder Herz befallen.
Wie stecken sich Katzen mit Würmern an?
Katzen infizieren sich meist oral – also über den Mund.
Häufige Infektionswege:
Aufnahme von Wurmeiern aus der Umwelt (Erde, Kot)
Fressen von Beutetieren (Mäuse, Vögel)
Flöhe (Überträger von Bandwürmern)
Muttermilch (bei Kitten)
Auch Wohnungskatzen sind gefährdet:
Wurmeier gelangen über Schuhe, Erde oder Gegenstände in die Wohnung.
Symptome: Woran erkenne ich Würmer bei Katzen?
Ein Wurmbefall bleibt oft lange unbemerkt. Viele Katzen zeigen zunächst keine Symptome.
Typische Anzeichen:
Erbrechen
Gewichtsverlust
Stumpfes Fell
Juckreiz am After
Aufgeblähter Bauch (v. a. bei Kitten)
👉 Sichtbare Hinweise:
Bei starkem Befall können Würmer oder Bandwurmglieder im Kot oder am After sichtbar sein.
Diagnose: Wie wird Wurmbefall festgestellt?
Ein Wurmbefall wird meist durch eine Kotuntersuchung diagnostiziert, bei der Wurmeier im Kot nachgewiesen werden. Da Eier nicht kontinuierlich ausgeschieden werden, sollte der Kot über mehrere Tage gesammelt werden.
Wichtig zu wissen:
Negativer Test ≠ sicher kein Befall
Nach Infektion dauert es ca. 4 Wochen, bis Eier nachweisbar sind
Um auf Nummer Sicher zu gehen, kannst du deine Katze auch regelmäßig eine Wurmkur verabreichen.
Wie lange wirkt eine Wurmkur bei der Katze?
Nach der Gabe der Wurmkur dauert es einen Tag, bis die Würmer bei Katzen weg sind. Die Parasiten sterben innerhalb von 24 Stunden und nach diesem Zeitraum scheidet deine Katze auch keine infektiösen Eier mehr aus.
Allerdings wirken Wurmkuren nicht vorbeugend und somit besteht die Gefahr, dass deine Katze sich direkt erneut ansteckt. Danach dauert es jedoch wieder einige Wochen, bis sich aus den Eiern im Darm wieder neue Würmer entwickelt haben.
Wie oft sollte man Katzen entwurmen?
Das hängt stark vom Lebensstil ab.
🏠 Wohnungskatze:
1–2x pro Jahr (Test oder Entwurmung)
🌳 Freigängerkatze:
ca. 4x pro Jahr (laut ESCCAP)
⚠️ Höheres Risiko bei:
Mäusefang
Flohbefall
BARF (rohes Fleisch)
Mehrkatzenhaushalt
„Ziel der Entwurmung ist nicht, die Katze dauerhaft wurmfrei zu halten, sondern einen starken Befall und die Ausscheidung infektiöser Eier zu verhindern.“
Empfehlungen der ESCCAP: Entwurmung Katze
Die ESCCAP empfiehlt:
Freigängerkatzen: mindestens 4x pro Jahr entwurmen oder testen
Wohnungskatzen: 1–2x pro Jahr ausreichend
Bei erhöhtem Risiko: häufigere Kontrollen sinnvoll
Kurz erklärt:
„Die Häufigkeit der Entwurmung richtet sich nach dem individuellen Infektionsrisiko der Katze.“
⚠️ Wichtige Risikofaktoren:
Freigang & Kontakt zu anderen Tieren → hohes Risiko
Flohbefall → Übertragung von Bandwürmern
Jagdverhalten / rohes Fleisch (BARF) → Aufnahme von Zwischenwirten
Mehrkatzenhaushalt → erhöhte Ansteckungsgefahr
Zucht, Ausstellungen oder Therapieeinsatz → strengere Vorgaben
Sind die Wurmkurtabletten im Fressen versteckt, ist die Entwurmung leichter. Lies hierzu mehr: Katze Tabletten geben
Bei mehreren Katzen in einem Haushalt sollten immer alle gleichzeitig entwurmt werden.
Es können sich Nebenwirkungen wie Durchfall oder Erbrechen zeigen.
Zusätzlich zur Wurmkur sollten die Decke und das Körbchen der Katze gereinigt und desinfiziert werden.
Hat die Wurmkur bei der Katze Nebenwirkungen?
Meistens zeigen Katzen keine großen Nebenwirkungen nach der Gabe einer Wurmkur. Vereinzelt können Katzen allerdings sensibel auf die chemischen Medikamente reagieren und haben nach der Behandlung Erscheinungen wie Unruhe, Durchfall, Erbrechen, Juckreiz oder manchmal Haarausfall. Wenn du deiner Katze die Kur nach dem Füttern gibst, sind die Medikamente besser verträglich für deinen Liebling.
"Nebenwirkungen" nach einer Wurmkur gibt es meist deshalb, weil viele absterbende Würmer die Verdauung durcheinander bringen. Es ist oftmals keine Unverträglichkeit, sondern eine größere Parasitenlast, die der Katze zu schaffen macht.
Auch wenn deine Katze keine akuten Nebenwirkungserscheinungen aufweist, können die chemischen Inhaltsstoffe des Mittels bei einer dauerhaften, jahrelangen Anwendung auch langfristige Nebenwirkungen erzeugen. Bei regelmäßiger prophylaktischer Entwurmung, können die Würmer zudem eine Resistenz gegen die Wirkstoffe in der Wurmkur entwickeln, wodurch diese dann bei einem tatsächlichem Befall nicht mehr richtig wirken können.
Die Annahme, dass Wurmkuren die Darmflora deiner Katze angreifen, ist allerdings falsch. Die Darmflora besteht vor allem aus Bakterien, die durch Antibiotika gestört werden, aber nicht durch Anthelminthika (Wurmkuren).
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Fazit: Wurmbefall bei Katzen richtig managen
Würmer sind bei Katzen häufig – aber gut kontrollierbar.
Regelmäßige Kotuntersuchungen oder Entwurmungen helfen, einen starken Wurmbefall frühzeitig zu erkennen und die Gesundheit der Katze sowie das Infektionsrisiko für Mensch und Tier zu reduzieren.
Dr. med. vet. Anne Hemmerling
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Ja, denn selbst wenn du in einem sehr sauberen Haushalt lebst können sich unbemerkt Wurmeier einnisten. Die Wurmeier können von dir zum Beispiel über Straßenschuhe hineingetragen worden sein.
Daher sollten auch Katzen, die ausschließlich in der Wohnung leben, jährlich entwurmt werden. Nur so kann die Gesundheit von allen Zweibeinern und Vierbeinern in der Wohnung sichergestellt werden. Wie oft eine Entwurmung nötig ist, finden wir mit dir in einer individuellen Beratung heraus!
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Ein Wurmtest kann jederzeit durchgeführt werden, da er keine gesundheitliche Auswirkung auf deine Fellnase hat. Du kannst also immer und beliebig oft überprüfen, ob ein Wurmbefall vorliegt oder ob die letzte Wurmkur wirksam war. Wurmkuren wirken nicht prophylaktisch und daher ist der Wurmtest eine gute Ergänzung bzw. Alternative zur konventionellen prophylaktischen Entwurmung.
Bei Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall ist eine Kotuntersuchung sinnvoll, denn hier lassen sich die Ursachen ganz leicht finden. Auch wenn du unnötige Wurmkuren vermeiden möchtest, macht eine Kotuntersuchung Sinn: Mit dem Wurm-Check kannst du erstmal herausfinden, ob bei deinem Haustier überhaupt ein Wurmbefall vorliegt.
Vor allem bei folgenden Symptomen ist eine Kotuntersuchung nötig:
Erbrechen
Durchfall
Blähungen
starker Gewichtsverlust
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Es dauert bis zu 24 Stunden, danach werden keine Würmer mehr ausgeschieden.
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Wurmkuren wirken rund 24–72 Stunden lang und nicht vorbeugend wie Floh- & Zeckenmittel. In der angegebenen Zeitspanne werden die Würmer und deren Entwicklungsstadien, die sich im Darm des Tieres befinden, abgetötet. Dein Tier kann sich direkt nach der Behandlung neu anstecken, indem es aus dem Umfeld neue Wurmeier aufnimmt.
Ist dies der Fall, dauert es je nach Wurmart einige Wochen bis Monate, bis sich aus diesen Eiern bzw. den darin enthaltenen Wurmlarven im Darm deines Tieres wieder neue Würmer entwickelt haben. Erwachsene Würmer und ansteckende Eier befinden sich also erst nach einigen Wochen wieder im Darm bzw. Kot deines Tieres.
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Die Zeit, die benötigt wird, um die Vorteile von Präbiotika zu bemerken, kann von Hund zu Hund variieren. Hier sind einige allgemeine Richtlinien:
Erste Anzeichen: Bei einigen Hunden können sich bereits nach wenigen Tagen erste Verbesserungen in der Verdauung zeigen, wie eine regelmäßigere und festere Stuhlbeschaffenheit.
Langfristige Effekte: Die umfassenderen Vorteile für die Darmflora und das Immunsystem können einige Wochen bis Monate dauern. Eine kontinuierliche Gabe von Präbiotika ist wichtig, um eine stabile und gesunde Darmflora aufzubauen und zu erhalten.
Individuelle Unterschiede: Jeder Hund ist einzigartig, und Faktoren wie das Alter, die allgemeine Gesundheit und die Ernährung können beeinflussen, wie schnell die Präbiotika wirken. Es ist wichtig, geduldig zu sein und die Veränderungen im Verhalten und Wohlbefinden Ihres Hundes über einen längeren Zeitraum zu beobachten.
Wenn Sie Fragen oder Bedenken zur Wirkung von Präbiotika auf Ihren Hund haben, ist es immer ratsam, einen Tierarzt zu konsultieren. Dieser kann Ihnen helfen, die beste Vorgehensweise und Dosierung für die individuellen Bedürfnisse Ihres Hundes zu bestimmen.